rückblick


2021


 

 

AKTUELLES 16                                                                                                                                       19.06.2021 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns, euch in diesem heißen Coronasommer manche Dosis coolen Kulturstoffs anbieten zu können, weiterhin - aber immerhin - digital, mit zoom, per stream … 

Drei Gastbeiträge gehören noch zum Engelsjahr, zwei eigene sind Fortführungen schon bestehender Projekte.

 

 

Buchvorstellungen

  1. Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika

von Matei Chihaia/ Klaus Heß/ Peter Imbusch (Hrsg.) Wuppertal 2021

 

Das Buch zeichnet die vielfältigen Anregungspotenziale und verschlungenen Wege des Marxismus/Engelsismus in Lateinamerika nach. Es enthält Beiträge einer internationalen Konferenz zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels. Die Autorinnen und Autoren fragen nach den Spuren von Engels in Lateinamerika, fragen nach der Theorie und Praxis des Sozialismus in unterschiedlichen Ländern, nach der Bedeutung für Partizipations- und Emanzipationsprozesse, nach möglichen Gründen für das wiederholte Scheitern sozialistischer Regierungen auf einem konfliktreichen Kontinent und nach den Perspektiven, die linke Utopien in Zeiten der COVID 19-Pandemie bieten. mehr.

Am 1. Juli um 19 Uhr findet im No10 kultursalon die Buchvorstellung durch das Informationsbüro Nicaragua statt. Klaus Heß führt ein in das Buch und stellt ausgewählte Beiträge im Videoformat vor. Im Anschluß diskutieren wir mit den Teilnehmenden.

 

1.Juli.2021 19:00 Uhr


https://zoom.us/j/97838390378?pwd=L25mMnVpQnlLUEU1RXNCVFJad1BnZz09

Meeting-ID: 978 3839 0378

Kenncode: 555733

 

 

 

 

2. „Der Tag, an dem ich Engels begegnete …“ -ein besonderes Buchprojekt zum Engelsjubiläum - vorgestellt von Beatrix Burghoff und Prof. Dr. Wolfgang Heinrichs

Studierende des Faches Geschichte der Bergischen Universität, Studierende des Bergischen Kollegs Wuppertal, die das Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg absolvieren, Schülerinnen der Oberstufe des Ganztagsgymnasiums Johannes Rau sowie Schüler*innen aus der Stadt Engels in Russland haben an einem Projekt „Kreatives Schreiben an und über Friedrich Engels“ teilgenommen. 

Der Termin steht noch nicht fest.

 

 

Vortrag

 

Engels und die Religion von Professor Dr. Wolfgang Heinrichs, Uni Wuppertal

 

Wir sind gespannt und freuen uns auf diesen Vortrag!

 

8. Juli 19:00 Uhr Die Sitzung wird ab 18:45 Uhr freigegeben.

 

https://uni-wuppertal.zoom.us/j/97404909696?pwd=SmNoekJCNktFQVIzS01uaXZMS0lrZz09

Meeting-ID: 974 0490 9696

Passwort: iVuMwn64

 

 

 

Theatervorstellung

Franz Kafka: Ein Bericht für eine Akademie
Spiel: Herbert Gerstberger, Regie: Felicitas Miller

Das Wuppertaler soziokulturelle Zentrum LOCH hat uns eingeladen, unser Stück im Rahmen der Reihe digital stage zu spielen.

Es wir im livestream am 29. Juni um 20 Uhr zu sehen sein. Die genauen Einwahldaten geben wir noch bekannt; sie können auch über die Webseite des LOCH aufgerufen werden: https://www.loch-wuppertal.de

 

 

In der Philosophie-Reihe „Zeit zu denken“ mit Andreas Steffens 

findet am 2. Julil um 19 Uhr wieder eine Zoom-Konferenz statt. 

 

Wer daran teilnehmen möchte, teile uns dies bitte per E-Mail-Nachricht mit, damit wir euch jeweils den Link senden können.

 

Herzliche Grüße von

Felicitas und Herbert


AKTUELLES 15

13.05.2021 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier unsere Neuigkeiten:

 

1. in den kommenden Wochen laden wir euch zu zwei neuen livestream*-
Beiträgen im Rahmen des Projekts Frauen-Reden - Frauen reden ein.

Am Montag den 17. Mai um 19 Uhr könnt Ihr Bénédicte Billiet erleben.
Die aus Frankreich stammende Tänzerin lebt seit 1981 in Wuppertal und war Mitglied der Compagnie Pina Bausch.
Wir sind sehr gespannt darauf, was sie uns unter dem Titel

                                 Sieben Jahre nach dem ersten Lächeln

über Momente ihres Lebens, ihre Erfahrungen und Einsichten berichten wird.


Am Donnerstag den 27. Mai um 19 Uhr lesen wir eigene Texte:
Felicitas Miller: Um ein Haar
Herbert Gerstberger: Experimente mit meiner Weiblichkeit

*livestream-link:

  https://www.youtube.com/channel/UCoVvr5beAYB5HSt4nKcktGA

 

Alle gespeicherten Beiträge findet Ihr weiterhin auf unserer Webseite
https://no10-kultursalon.jimdofree.com/frauen-reden-frauen-reden/

 

 

Ein Termin für die Präsentation der Musikerin Birgitt Theiss steht noch nicht fest; wir bleiben dran.

  

 

2. Dieter Jandts Autorenlesung vom 28. April aus seinem noch nicht veröffentlichten Roman Das Haus an der Grenze ist auch auf unserer Webseite unter kultur in zeiten von corona verfügbar.

https://no10-kultursalon.jimdofree.com/kultur-in-zeiten-von-corona/

 

 

3.  In der Philosophie-Reihe „Zeit zu denken“ mit Andreas Steffens 

findet am 20. Mai ab 19 Uhr die vierte Zoom-Konferenz statt. 

 

Wer daran teilnehmen möchte, teile uns dies bitte per E-Mail-Nachricht mit, damit wir euch jeweils den Link senden können. 

 

 

4.  Die im vorigen Newsletter (AKTUELLES 14) angekündigte Fortsetzung der Engels-Reihe kommt ganz sicher noch rechtzeitig vor der Revolution!!

 

 

5. Übrigens, der No10 kultursalon ist (mit Bild !) in der Zeitung ! 

Ja, wir freuen uns außerordentlich über Hermann Schulz’ ganzseitigen

Artikel in der Stadtteilzeitung DER SAND. Vielen herzlichen Dank!

Besonderen Dank auch an Uwe Peter!

 

 

 

 

 

Dieses tolle Blatt - „unentgeltlich & unbezahlbar“ - ist  auch online verfügbar unter https://www.yumpu.com/de/document/read/65550904/der-sand 

 

 

 

 

Herzliche Maiengrüße von

Felicitas und Herbert


AKTUELLES 14

26.04.2021 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns, euch zu unserem kleinen Frühlingsstrauß einzuladen.
Schon am Mittwoch geht es weiter mit einer Buchvorstellung!

  1. Das Projekt Frauen-Reden  - Frauen reden geht weiter!

Die bisherigen sieben Beiträge können weiterhin auf unserer Webseite aufgerufen werden unter:

 

https://no10-kultursalon.jimdofree.com/frauen-reden-frauen-reden/

 

Ein neuer livestream-Termin*:

 

Am  30. April um 20:00 Uhr

mit der Tanzpädagogin und Performerin Gerlinde Lambeck.

Sie erzählt, wie sie ihrem Stern gefolgt ist.

 

 

Zwei weitere Beiträge sind schon verabredet:

mit der Tänzerin Bénédicte Billiet und 

der Musikerin Birgitt Theiss;

Genaue Informationen  folgen bald.

  

2.  In der Philosophie-Reihe „Zeit zu denken“ mit Andreas Steffens 

findet am 6. Mai ab 19 Uhr die dritte Zoom-Konferenz statt. 

 

Wer daran teilnehmen möchte, teile uns dies bitte per E-Mail-Nachricht mit, damit wir euch jeweils den Link senden können.

 

3. Buchvorstellung mit Dieter Jandt am 28. April um 18:00 Uhr

Dieter Jandt liest per livestream* aus seinem noch nicht veröffentlichten Roman:

Das Haus an der Grenze

Die Handlung des Romans spielt in Thailand am Goldenen Dreieck, aber auch in den angrenzenden Nachbarländern Laos, Myanmar und im Südwesten von China.

 

4.  Des weiteren soll im Mai die Engels-Reihe fortgesetzt werden 

(siehe AKTUELLES 3 vom 19.01.2020, Autorenlesung aus dem Sammelband Arbeiten am Widerspruch) .

Wir hoffen, dass wir zum Engels-Jubiläum noch zwei Veranstaltungen anbierten können (digitial oder live): 

 

  1. Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Heinrich: Engels und die Religion 

 

(2) Buchvorstellung: Der Tag, an dem ich Friedrich Engels begegnete. Ergebnisse einer Kreativwerkstatt der Universität Wuppertal und des Bergischen Kollegs, Hrsg. von Beatrix Burghoff und Wolfgang Heinrich

 

 

Herzliche Grüße von

Felicitas und Herbert

 

 

 

*livestream-link:

  https://www.youtube.com/channel/UCoVvr5beAYB5HSt4nKcktGA


AKTUELLES 13

26.03.2021 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

noch immer im Pandemiemodus - trotzdem machen wir im No10 kultursalon weiter, notgedrungen mit online-Projekten:

 

Das Projekt 

Frauen-Reden  - Frauen reden

geht weiter!

 

 

Die bisherigen Beiträge - 

von Christiane Gibiec, Anja Liedtke, Margret Sohn und Angelika Zöllner - können weiterhin auf unserer Webseite aufgerufen werden unter:

 

https://no10-kultursalon.jimdofree.com/frauen-reden-frauen-reden/

 

 

 

 

Ein neuer Beitrag - der Mitschnitt einer Zoom-Konferenz von fünf Frauen  -

ist von morgen, 27. März 18 Uhr an auch dort zu finden:

 

Frauen in Corona-Zeiten:  

Erschöpft und empört - 

Erzählungen von sorgenden berufstätigen Müttern

 

von Adelheid Biesecker und Uta von Winterfeld

mit Charlotte Horras, Louisa Lucas und Annika Rehm.

 

 

 

 

 

 

Weiterhin freuen wir uns, die nächsten Livestreams anzukündigen:

 

am  28. März 17:00 Uhr 

Hung-min Krämer mit Gedanken zum Thema 

 

am  31. März 17:00 Uhr

Mersiha Ekič:Das war schön“

 

 

und:

 

In der Philosophie-Reihe „Zeit zu denken“ mit Andreas Steffens 

findet am 8. April eine Zoom-Konferenz statt. 

 

Wer daran teilnehmen möchte, teile uns dies bitte per E-Mail-Nachricht mit, damit wir euch jeweils den Link senden können.

 

 

 

Wir freuen uns über eure Gedanken, Kommentare und sonstige Rückmeldungen. Gerade die Zoom-Konferenz „Frauen in Corona-Zeiten“ könnte vielleicht dazu anregen.

 

 

Herzliche Grüße von

Felicitas und Herbert


AKTUELLES 12                                                                                                                                                                                                

05.03.2021 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

das Projekt 

Frauen-Reden  - Frauen reden

ist mit dem Live-Beitrag von Christiane Gibiec sehr schön angelaufen; 

er kann nun auf unserer Webseite aufgerufen werden unter:

https://no10-kultursalon.jimdofree.com/frauen-reden-frauen-reden/

 

 

Wir freuen uns auf die nächsten Livestreams:

 

am   7.  März um 16:00 Uhr  mit Anja Liedtke

am  11. März um 18:00 Uhr  mit No10 kultursalon

am  15. März um 16:00 Uhr  mit Angelika Zöllner.

 

Zum  08. März  gibt es einen Extra-Beitrag auf der Webseite.

 

Heute - am 5. März - denken wir auch noch an ein großes Jubiläum:

Die Geburtstagsfrau war zwar nur 150cm groß, aber wir begehen ihren 

 

150-sten Geburtstag!

Für Rosa Luxemburgs sozusagen relativistischen Pazifismus mag folgendes Zitat stehen: “Wir sind der Auffassung, daß Kriege nur dann und nur so lange geführt werden können, als die arbeitende Volksmasse sie entweder begeistert mitmacht, weil sie sie für eine gerechte und notwendige Sache hält, oder wenigstens duldend erträgt. Wenn hingegen die große Mehrheit des werktätigen Volkes zu der Überzeugung gelangt – und in ihr diese Überzeugung, dieses Bewußtsein zu wecken ist gerade die Aufgabe, die wir Sozialdemokraten uns stellen –, wenn, sage ich, die Mehrheit des Volkes zu der Überzeugung gelangt, daß Kriege eine barbarische, tief unsittliche, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung sind, dann sind die Kriege unmöglich geworden – und mag zunächst der Soldat noch den Befehlen der Obrigkeit Gehorsam leisten!" 

Verteidigungsrede am 20. Februar 1914 vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Frankfurt (Main). In: Reden. Hrsg. Günter Radczun, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1976

 

In ihrer jahrelangen Gefängnishaft zeigen sich andere Seiten. „Und ich lächle im Dunkeln dem Leben, wie wenn ich irgendein zauberhaftes Geheimnis wüsste, das alles Böse und Traurige Lügen straft und in lauter Helligkeit und Glück wandelt. Und dabei suche ich selbst nach einem Grund zu dieser Freude, finde nichts und muss wieder lächeln über mich selbst. Ich glaube, das Geheimnis ist nichts anderes als das Leben selbst; die tiefe nächtliche Finsternis ist so schön und weich wie Sammet, wenn man nur richtig schaut. Und in dem Knirschen des feuchten Sandes unter den langsam schweren Schritten der Schildwache singt auch ein kleines schönes Lied vom Leben - wenn man nur richtig zu hören weiß.“

Rosa Luxemburg, aus einem Brief aus dem Gefängnis, zit.n. Frieling, Simone: Rebellinen, Berlin 2018, S. 48

 

 

In diesem Sinne seid herzlich gegrüßt von

 

Felicitas und Herbert 


AKTUELLES 11

25.02.2021

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

seit unseren letzten Mitteilungen ist schon wieder einige Zeit vergangen; wir hoffen, Ihr seid frohen Muts und guter Dinge. Vielleicht können wir dazu auch ein wenig beitragen, denn wir starten ein neues Projekt:

 

Frauen-Reden - Frauen reden

 

Schon lange beschäftigt uns die weibliche Perspektive in vielfältigen Zusammenhängen.

Ein neuer Impuls zu unserem Vorhaben war die Entdeckung des Buches

So here I am - Speeches by Great Women to Empower and Inspire von Anna Russell.

(Dt. Wenn nicht ich, wer dann ? - Große Reden großer Frauen). Hier fanden wir Texte und Lebensbeschreibungen von uns bis dahin völlig unbekannten, großartigen Frauen wie z.B. von Sojourner Truth oder Huda Sha’arawi.

Weiterhin stießen wir u.a. auch auf die Kriegstagebücher der schwäbischen Friedensaktivistin und Feministin Anna Haag.

 

In unserem Projekt geht es um redeartige Texte von Frauen - seien sie nonfiktional (etwa autobiografisch oder politisch) oder fiktional.

 

An mehreren Salon-Abenden sollen Darbietungen zu folgenden Schwerpunkten stattfinden:

 

Historische und politische Reden

(z.B. aus der oben genannten Sammlung oder auch Ton- bzw Videoaufzeichnungen )

 

Fiktionale Frauenmonologe aus der Literatur

(wie z.B. von Ingeborg Bachmann, Christa Wolf, Christine Brückner, Carol Ann Duffy oder Franca Rame u.a.).

 

Texte von schreibenden Frauen aus dem Wuppertaler Umfeld,

von ihnen selbst gelesen.

 

Zur Zeit sind ja leider noch keine Präsenzveranstaltungen möglich. Daher haben wir beschlossen, eine lockere Folge von etwa zwei wöchentlichen Lesungen einzeln bei uns sozusagen im „Studio“ durchzuführen und über’s Internet „lebendig zu strömen“ (livestream). Dort ist auch ein Chat eingerichtet. Sie können danach auch über YouTube aufgerufen werden.

 

Wir freuen uns sehr, den ersten Vorlesetermin anzukündigen:

 

Am 3. März um 15 Uhr

liest die Wuppertaler Schriftstellerin

Christiane Gibiec

„Mein Schreiben“.

 

Über die folgenden Lesungen werden wir euch in Kürze und fortlaufend informieren

 

Seid herzlich gegrüßt und bleibt gesund !

Felicitas und Herbert

 

 


2020


AKTUELLES 10

02.12.2020

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir wünschen euch allen eine gute vorweihnachtliche Zeit !

Klickt mal auf der Homepage1 des Kultursalons auf adventskalender !

Dort öffnet sich jeden Tag ein neues Fenster

von uns für euch.

Habt Spaß!

Herbert und Felicitas

 


AKTUELLES 9                                                                                                                                                                 14.11.2020

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr darüber, dass von unseren geplanten Veranstaltungen noch vor den verschärften Corona-Einschränkungen stattfinden konnten:

  • -  Die Buchvorstellung am 13.10. - Hans Werner Otto: Rotter Blüte

  • -  Die Philosophierunde „Zeit zu denken“ mit Andreas Steffens am 15.10.

  • -  Der Theaterabend: Ein Bericht für eine Akademie am 26.10.

  • -  Unser Beitrag zur WOGA am 31.10 und 01.11.
    Wir haben unsere Ausstellung jedoch noch nicht abgebaut und bieten min- destens

    bis zum 30.11.

    Besichtigungen für jeweils wenige Personen nach Voranmeldung an. Einige Fotos findet Ihr auf unserer Homepage unter „termine“.

    Leider mussten alle anderen angekündigten Veranstaltungen ausfallen. Wir hoffen, sie möglichst alle nachholen zu können.

    Darüber hinaus planen wir - noch ohne Termine angeben zu können:

    theaterabend

    Sławomir Mroek: Striptease mit Hans Werner Otto und Stefan Otto

buchvorstellung

Dieter Jandt: Im Tal und darüber hinaus.
Spielereien, Spekulationen, Gedankensprünge in der Stadt
 mit Dieter Jandt und dem Fotografen Guntram Walter

Die beiden fortlaufenden Reihen

philosophie
quanten und andere rätsel

hoffen wir, baldmöglichst wieder aufnehmen zu können.

Sobald wir Genaueres sagen können, melden wir uns. Seid herzlich gegrüßt und bleibt gesund !
Felicitas und Herbert

 


 

 AKTUELLES 8                                                                                                                                                                                                                                                                                      15.09.2020 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

nach einer Sommerpause der besonderen Art melden wir uns zurück: auch wenn der No10 kultursalon ohnehin in den Monaten von Juni bis September vorwiegend im Hintergrund aktiv ist, sind wir dennoch von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. So konnten wir die Zeitzeugen-Interviews zum 8. Mai 1945 nur mit geeigneten Vorsichtsmaßnahmen durchführen. Auch für die kommenden Monate werden solche Maßnahmen notwendig sein (s. Fußnote); es ist besonders schade, dass wir den ersten Jahrestag unserer Gründung  im November 2019 nicht zusammen mit euch als ein rauschendes Fest  feiern können.

Trotz alledem und alledem: wir sind froh darüber, dass wir für Herbst und Winter ein vielseitiges Programm anbieten können, dessen Oktobertermine wir euch hier vorstellen. Dabei setzten wir einige bewährte Formate fort, mit anderen betreten wir verlockendes Neuland. Insbesondere sind wir gespannt auf unsere erstmalige Teilnahme an der WOGA.

Wir freuen uns darauf, euch bei guter Laune und in bester Verfassung in der Nornenstraße 10 wieder- oder neu zu begegnen.

Felicitas und Herbert

 

Für alle Veranstaltungen bitten wir um eure Anmeldungen

per Email:  info@no10-kultursalon-wichlinghausen.de 

in Ausnahmefällen : Telefon: 0202 50 68 70

 

 

 

buchvorstellung  

13. oktober  | 19 uhr

 

Hans Werner Otto liest aus seinem neuen Buch

"Rotter Blüte".

 

Darin erzählt er von dem wechselhaften Leben eines Barmers vom Rott, Arthur Gießwein, Jahrgang 1904, der vor den Nazis fliehen musste, in Spanien gegen Franco kämpfte, Zwangsarbeit und Haft überlebte, sich nach dem Krieg für ein demokratisches Deutschland einsetzte und bei all dem auf der Suche nach einer politischen Heimat immerwieder enttäuscht wurde.

 

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philosophie 

 

15. oktober  | 12. november  |10. dezember  | 

jeweils  19 uhr

 

mit Andreas Steffens

 

Hierzu werden noch inhaltliche Informationen folgen.

 

Um Anmeldung wird gebeten. Da die Teilnehmerzahl räumlich begrenzt ist, wird besonders gebeten, zeitig mitzuteilen, wenn eine Teilnahme trotz Anmeldung nicht möglich sein sollte.

 

 

Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13

Email: andreassteffens@gmx.net  Tel. 0152 / 09 81 67 31

 

______________________________________________________

 

 

quanten und andere rätsel

mit Herbert Gerstberger 

21. oktober  | 10 uhr

Geschlossene Gruppe – neue Beitritte auf Anfrage.

Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13

 

info und buchvorstellung

22. oktober  | 19 uhr

 

Klaus Heß und Alfredo Ramirez (Musik) vom Informationsbüro Nicaragua e.V. stellen vor:

Indigene Autonomie in Mesoamerika.

Im Widerstand gegen Vertreibung und Dominanzkultur.  

nahua script 17, Februar 2020 

Der neu erschienene Sammelband aus Wuppertal gibt indigenen Völkern in Mesoamerika, insbesondere in Nicaragua, Guatemala, Honduras und Mexiko, das Wort und beschreibt ihren Kampf um Land und die Verteidigung der Natur gegen Vertreibung und Landraub. Dargestellt werden indigene Organisationsformen, ihr Widerstand gegen kulturelle, wirtschaftliche und politische Bevormundung sowie Rechte und Grenzen staatlicher und supranationaler Regulation. Mit Interviews, Analysen, Kampagnen, Solidaritätsbeispielen, Serviceteil und Spendenaufruf. 

  

theaterabend    

26. oktober   19 uhr

 

Franz Kafka: Ein Bericht für eine Akademie

 

Sie sind herzlich eingeladen, einer sehr besonderen Sitzung einer nicht näher bezeichneten Akademie beizuwohnen, irgendwann – sei es im Jahr 1917 oder 2019. Der einzige Tagesordnungspunkt ist der Bericht eines „gewesenen Affen“ über seinen fünfjährigen Lernprozess, der ihm Einlass in die „Menschengemeinschaft“ verschafft hat.

Für die Akademie wird dieser Bericht zwar "nichts wesentlich Neues beibringen" – und auch den hochverehrten Zuschauerinnen und Zuschauern wird die Rede unseres Referenten vielleicht schon wohlbekannt sein. Aber eine Verkörperung des Protagonisten persönlich zu erleben, dazu haben Sie an diesem Abend die Gelegenheit!

Der außerordentlichen Qualität des Textes wäre eigentlich nichts hinzuzufügen und die theatrale Realisierung will vor allem diesem Text dienen. SIe betont nicht nur die changierende Identität der Figur, sondern versetzt auch das Publikum implizit in eine Rolle. Dadurch kann Leichtigkeit und Genuss an den komischen Aspekten ebenso verstärkt werden wie die Berührung durch die Tragik und die Konfrontation mit Fragen und Fragwürdigkeiten der „zivilisierten Welt.

Spiel: Herbert Gerstberger | Regie: Felicitas Miller

 

 Weitere Termine

 4./5. november   19 Uhr in der Stadtbibliothek Wetzlar

 21.   november  20 uhr  im KUKUK, Aachen

 

 

 

Samstag 31. Oktober

Sonntag    1. November

samstags 14-20 Uhr

sonntags 12-18 Uhr

 

Über die Jahre hat sich unser Haus mit Spuren kreativen Austauschs angereichert: 

mit Herberts Zeichnungen sowie Text+Grafik und mit Felicitas' Fotografien, die im Zusammenhang von Begegnungen und von unseren Theaterproduktionen  entstanden sind, sowie Assemblagen von objets trouvés. Außerdem  Lyrik und Kurzprosa von Lily Heisig.

Frei nach Leonard Cohen können wir sagen: „always working steady - never called it art.

Diesen Ausdruck von Lebenskunst wollen wir anlässlich der WOGA 2020 zum ersten Mal in Form einer Ausstellung im No10 kultursalon teilen. ein abend

 

 

ein abend

für

karl otto mühl  

(1923 - 2020)

 

 

 

7. november  |  19 uhr  

 

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

 

___________________________________________

 

 

 

Fußnote

 

Das Kulturbüro der Stadt Wuppertal gibt in seinem Newsletter eine Zusammenfassung der Coronaschutzbverordnung (vom 01.09.2020 an), aus der wir die für uns relevanten Punkte hier wiedergeben:

  • vorab Information von Teilnehmer*innen / Besucher*innen über das Risiko einer kurzfristigen Absage aufgrund veränderter Infektionszahlen (§ 8)

 

  • für die Veranstaltung geeignete Hygienemaßnahmen insbesondere ausreichende Handdesinfektionsgelegenheiten (§ 2b)

 

  • Umsetzung der Maskenpflicht: in geschlossenen Räumen außer am Sitzplatz, in Warteschlangen und im öffentlichen Raum, sobald der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann (§ 2)

 

  • Rückverfolgbarkeit (schriftliche Aufnahme von Kontaktdaten aller Anwesenden) (§ 2a)

 

  • Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern ODER bei festen Plätzen Dokumentation der Sitzordnung (für 4 Wochen aufzubewahren) (§ 2a)

***

AKTUELLES  7                                                                                                                                                     24.07.2020                                                     

 

Liebe Freundinnen und Freunde des No10 kultursalons,

von unserem regenreichen Sommerort im Westen Irlands schicken wir euch viele Grüße.  Zwar macht der Kultursalon in der Nornenstraße eine Pause bis zum Oktober, aber mit unseren auswärtigen Aktivitäten und unseren Planungen zum Herbst/Winter bleibt er in einer kontinuierlichen Entwicklung. Wir haben dazu schon einige Beiträge parat, anderes ist noch im Werden. Daneben geben wir uns nach Möglichkeit den kulturellen Verlockungen unserer zweiten Heimat hin, die jedoch wegen der Pandemie vielfach gekürzt sind oder ausfallen. So mussten wir auf den Bloomsday (16. Juni) verzichten, weil uns nach unserer Einreise eine14-tägige Quarantäne ans Haus fesselte. Jedoch könnt Ihr paar Eindrücke vom Bloomsday des vorigen Jahres auf unserer Homepage unter dem Menupunkt „kultur in den zeiten von corona“ gewinnen.
https://no10-kultursalon.jimdofree.com/kultur-in-zeiten-von-corona/)

Ganz in unserer Nähe findet alljährlich das renommierte Clifden Arts Festival statt, das wohl auch in diesem Jahr stattfinden kann, jedoch mit reduziertem Programm. Wir hätten gerne mit einer zweisprachig angepassten Version unseres Kafkastücks daran teilgenommen und hatten dazu bereits Verbindungen geknüpft; jedoch unter den gegebenen Umständen konnte dies nicht ermöglicht werden.
https://www.clifdenartsfestival.ie

Unsere Herbsttermine in Wuppertal werden wir euch rechtzeitig mitteilen.
Heute aber wollen wir euch heiße Tipps zu ein paar anderweitigen Terminen geben, die uns aus dem Freundeskreis bekannt geworden sind:

1.

Am Montag, dem 27.07. wird auf WDR 5 zwischen 10 und 12 Uhr  im Rahmen von "Neugier genügt" u.a. der Beitrag "Wind und Sturm" gesendet, in dem Dieter Jandt u.a. ein Interview mit der Künstlerin Birgit Pardun über die Wirkung von Kunst und auch ihrer Kunst führt. So könnt Ihr über’s Radio zwei Personen erleben, die dem no10 kultursalon seit Beginn verbunden sind!

Dieses gilt auch für die im folgenden Hinweis genannten Vortragenden:

2.

Am 3. August findet die nächste Ausgabe der traditionellen "Werkstatt-Lesungen" des "VS Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller" in unserem Bezirk statt.

Anja Liedtke und Andreas Steffens werden sich dem Thema "Die asoziale Gesellschaft und ihre Überwindung“ widmen.

Andreas Steffens schreibt dazu: „die corona-krise hat mit ihrer wucht eine krise überdeckt, in der wir schon seit langem stecken. darauf wollen wir die aufmerksamkeit zurücklenken. denn in ihr treten die symptome der tieferliegenden gesellschaftlichen krise deutlich hervor.“
Ort: Insel e.V., im Cafe Ada in Elberfeld, I. Etage. Zeit: 03.08.2020 19:30. Freier Eintritt

3.

Die nächste Ausgabe des KARUSSELL erscheint in Kürze!

 

Wir wünschen Euch allen gute Gesundheit und beste Laune.

Eure
Felicitas und Herbert

Inis Ní, Roundstone Co. Galway, Irland

***


AKTUELLES  6                                                                                                                                                     12.04.2020                         
 
Liebe Freundinnen und Freunde des No10 kultursalons,
trotz der Zwangspause für die persönlichen Begegnungen im kultursalon versuchen wir über unsere Webseite in Verbindung zu bleiben. 
 Dazu freuen wir uns weiterhin auf eure Vorschläge und auch Rückmeldungen. Auf der Website ist unter
kultur in den zeiten von coronaimmer wieder Neues zu besichtigen und auch das Lyriktelefon 0202 506870 ist weiterhin aktiv.
 
Wir hoffen, Ihr hattet schöne Ostertage!
Eure
Felicitas und Herbert

***


 

 AKTUELLES  5                                                                                                                                                    27.03.2020 

 

Liebe Freundinnen und Freunde des No10 kultursalons,

wie geht es euch in der zweiten Woche der Corona-Auszeit

Hoffentlich seid Ihr alle gesund - und auch munter.

Für uns bringt diese Woche gleich fünf Terminausfälle, davon drei Theaterabende - davon einer Welttheatertag (siehe unten) !!!

Wir gewöhnen uns nolens volens an die Quarantäne, an die veränderten Bedingungen des Tätigseins und in Verbindung zu bleiben. Dazu freuen wir uns weiterhin auf eure Vorschläge und auch Rückmeldungen. Auf der Website ist unter

 „allerlei >>> kultur in den zeiten von corona“

schon etwas zu besichtigen und auch das Lyriktelefon 0202 506870 ist weiterhin aktiv. 

Also, in diesem Sinne bis bald!

 

Eure
Felicitas und Herbert

 

www.no10-kultursalon-wichlinghausen.de

 

 

 

 

27. März:   WORLD THEATRE DAY

 

... aber das Kostüm bleibt am Haken. 

 

Eigentlich sollten wir heute Abend in der Stadtbibliothek Wetzlar "Ein Bericht für eine Akademie" aufführen — Jedoch hat das Virus auch unseren  Beitrag zum Theaterleben verhindert. Das ist traurig für uns und die Wetzlarer. Aber für uns ist es keine Existenzfrage, keine Bedrohung "mit existentieller Wucht" wie Marlene Miliz in der taz vom 21.3. schreibt,  wie für hauptberufliche Kulturschaffende.In Wuppertal kann man sich z.B. unter www.stew.one über Unterstützungsmöglichkeiten informieren.

 

 


 

AKTUELLES  4                                                                                                                      22.03.2020

 

Die nächsten Termine:

Unter dieser Überschrift hätten wir gerne ein neues Angebot vorgestellt. Aber die Verhältnisse in der Pandemie sind leider nicht so. In unserer Küche würden bei dem gebotenen Abstand von mindestens 1,5 m zwischen den Personen weder An- zahl noch Wohlgefühl hinreichen, um einen erfreulichen Salonabend zu gestalten. Auch ein Salonabend mit Schutzkleidung hätte allenfalls einen bizarren Charme. Daher schließen wir uns mit großem Bedauern der allgemeinen Norm an und sa- gen alles ab, wo Menschen einander körperlich nah sind. So fällt als nächstes der geplante Theaterabend am 25. März aus und ebenso die Termine zur Quantenphy- sik und zur Philosophie; beide waren für den 31. März angekündigt.

 

Kultur in den Zeiten von Corona

Dieser uns aufgezwungene Verzicht muss aber nicht völligen Verlust bedeuten! Kultur in den Zeiten von Corona - das ist die aktuelle und neuartige Herausforde- rung. Wie diese Krise sich bereits in der Breite kulturell nicht nur destruktiv, sondern auch anregend auswirken kann, zeigt sich exemplarisch an der stark gestiegenen Nachfrage nach Albert Camus’ Roman Die Pest. Dieser kann ja als Plädoyer für Solidarität in der Katastrophe gelesen werden. Am Ende, als die Epidemie abklingt, gelangt der Chronist und Arzt Rieux zu der Aussage, dass man aus derartigen Heimsuchungen zumindest eines lernen könne, nämlich „dass es an den Men- schen mehr zu bewundern als zu verachten gibt“.

Dem schließen wir uns gerne an in der Gewissheit, dass Bewundernswürdigkeit für alle Menschen, die sich für den Kultursalon interessieren, zutrifft. Und umgekehrt scheint in dieser Krisenzeit auch eine Bereitschaft zur Wahrnehmung großer und kleiner Wunder in Natur und Kultur zu wachsen. Wir beide erfahren in der Kontakt- sperre, dass nicht nur das Mehr an Zeit, sondern auch ein offenerer Gemütszu- stand dazu führen, dass wir uns mit Musik, mit Büchern, überhaupt mit Lebens- kunst intensiver beschäftigen als im virenfreien Leben. Vielleicht erleben einige von Euch ähnliche Effekte oder wollen umgekehrt Anregungen erhalten. So könnten wir im Rahmen des Salons in einzelnen ausgewählten Schwerpunkten einen Aus- tausch organiseren. Dazu beginnen wir hier mit folgenden Vorschlägen:

 

Lyriktelefon 0202 50 68 70

Wenn jemandem gerade mal die Decke auf den Kopf fällt, so ruft uns an (- wir sind ja fast immer zu Hause -) und nennt das Stichwort „Lyriktelefon“. Wir haben eine kleine Auswahl von Gedichten vorbereitet, die für uns selbst zur Zeit besondere Bedeutung besitzen. Daraus liest, wer von uns gerade den Hörer abnimmt, ohne Umschweife der Anruferin, dem Anrufer eines vor.

Gerne können wir anschließend auch über dieses Gedicht reden.

 

Buchbesprechungen

Sicher habt Ihr in letzter Zeit Bücher gelesen, über die Ihr anderen etwas mitteilen könnt oder auch ein Urteil abgeben wollt. Es müssen nicht Werke sein, die sich di- rekt auf die Zeiten von Corona beziehen lassen. Wenn Ihr uns eine Rezension schickt, werden wir sie (unter Eurem Namen) auf unserer Webseite veröffentlichen. Entsprechendes gilt auch für andere Medien. So sind z.B. die Sendungen von WDR5 oder Deutschlandfunk oft ergiebig und bei vielen beliebt.

 

Hinweise

Für solche Sendungen oder anderweitige mediale Angebote, auch für soche, die noch in der Zukunft liegen, könnt Ihr uns einen Hinweis schicken, den wir (ebenso unter Eurem Namen) auf unserer Webseite veröffentlichen. Dies bietet die Chance, dass mehrere Leute sich etwa zeitgleich mit diesem Beitrag beschäftigen und an- schließend darüber austauschen können.

 

Wenn Ihr weitere Ideen dieser Art habt, lasst es uns wissen!

Wir sitzen auf dem Sofa, die Sonne scheint durch die Westfenster herein und wir wünschen ganz fest, dass Ihr gesund seid und bleibt und hoffen, dass wir uns nach den Einschränkungen wieder persönlich hier im No10 kultursalon begegnen können.

Herzliche Grüße,
Eure Felicitas und Herbert

www.no10-kultursalon-wichlinghausen.de

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quanten und andere rätsel  1. april  | 10 uhr

Geschlossene Gruppe – neue Beitritte auf Anfrage.
Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13

philosophie | 31. märz |  19 uhr

mit Andreas Steffens und Pjotr Szablewski
Philosophie und Technik
Um Anmeldung wird gebeten. Da die Teilnehmerzahl räumlich begrenzt ist, wird besonders gebeten, zeitig mitzuteilen, wenn eine Teilnahme trotz Anmeldung nicht möglich sein sollte.
Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13
Email: andreassteffens@gmx.net  Tel. 0152 / 09 81 67 31

 


theaterabend  |  25. märz  |  27. märz  |  3. apr

Franz Kafka: Ein Bericht für eine Akademie

Sie sind herzlich eingeladen, einer sehr besonderen Sitzung einer nicht näher bezeichneten Akademie beizuwohnen, irgendwann – sei es im Jahr 1917 oder 2019. Der einzige Tagesordnungspunkt ist der Bericht eines „gewesenen Affen“ über seinen fünfjährigen Lernprozess, der ihm Einlass in die „Menschengemeinschaft“ verschafft hat.

Für die Akademie wird dieser Bericht zwar "nichts wesentlich Neues beibringen" – und auch den hochverehrten Zuschauerinnen und Zuschauern wird die Rede unseres Referenten vielleicht schon wohlbekannt sein. Aber eine Verkörperung des Protagonisten persönlich zu erleben, dazu haben Sie an diesem Abend die Gelegenheit!

Der außerordentlichen Qualität des Textes wäre eigentlich nichts hinzuzufügen und die theatrale Realisierung will vor allem diesem Text dienen. SIe betont nicht nur die changierende Identität der Figur, sondern versetzt auch das Publikum implizit in eine Rolle. Dadurch kann Leichtigkeit und Genuss an den komischen Aspekten ebenso verstärkt werden wie die Berührung durch die Tragik und die Konfrontation mit Fragen und Fragwürdigkeiten der „zivilisierten Welt“.

Spiel: Herbert Gerstberger | Regie: Felicitas Miller

Termine:

22. jan 2020  19 Uhr | kultursalon

29. jan und 1. feb 2020 | Berlin

 

25. märz 2020 19 Uhr | kultursalon

 

27. märz 2020 19 Uhr | Wetzlar Stadtbibliothek

3. apr 2020 20 Uhr | KuKuK Aachen


quanten und andere Rätsel  3. märz | 10 uhr

Geschlossene Gruppe – neue Beitritte auf Anfrage.
Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13

philosophie | 3. märz |  19 uhr

mit Andreas Steffens und dem Künstler Matthias Neumann
Matthias Neumann ist Musiker und Fotokünstler.
Um Anmeldung wird gebeten. Da die Teilnehmerzahl räumlich begrenzt ist, wird besonders gebeten, zeitig mitzuteilen, wenn eine Teilnahme trotz Anmeldung nicht möglich sein sollte.
Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13
Email: andreassteffens@gmx.net  Tel. 0152 / 09 81 67 31

 


buchvorstellung  |  26. feb  | 19 uhr

Arbeiten am Widerspruch – Friedrich Engels zum 200. Geburtstag

hrsg. von Rainer Lucas, Reinhard Pfriem, Dieter Westhoff, Metropolis Verlag Januar 2020

mit Rainer Lucas und den Mit-Autor*innen Uta von Winterfeld und Ulrich Klan

 

26. feb 2020  19 Uhr | kultursalon

 Das Foto zeigt ein in der historischen Bandweberei Sohn von Siegfried Sohn hergestelltes Band zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels:
Wir haben einen interessanten und anregenden Abend zum Engelsbuch  erlebt.
Der Buchbeitrag von Uli Klan, den er in Teilen vorlas, kritisiert Engels Alleinvertretungsanspruch und Wissenschaftsgläubigkeit mit Bezug auf die anarchistischen und utopistischen Vorläufer und Konkurrenten. 
Prof.Dr.Uta von Winterfelds Zusammenfassung ihres Briefartikels anhand ihrer Powerpointpräsentation wirft einen spezifisch weiblichen und aus feministischer Sicht auch kritischen Blick auf Engels' Auslassungen zur Frauenfrage/Emanzipation.
Insgesamt war die Diskussion im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und (utopischer !) Lebenswelt zwischen den Autor*innen, unterfüttert auch mit Informationen und Argumenten des Herausgebers Rainer Lucas, und den übrigen Teilnehmenden  sehr ergiebig.

 

 


projektvorstellung  |  22. feb


Ein Comic über Echnaton und Nofretete – Zum Verhältnis von Bild, Geschichte und Wahrheit

In unserem Comic "Am Horizont ein Licht" geht es um Aufstieg und Untergang des Pharaonenpaars Echnaton und Nofretete. Aber was ist wahr an der Geschichte und was erfunden? Wie wird diese Wahrheit produziert und verbreitet? Ihr seid eingeladen mit uns über Fakten und deren Bedeutung anhand eines spannenden Comics nachzudenken.

Mit Caspar von Reumont (Uni Köln) und Till von Reumont

Zum Verhältnis von Bild, Geschichte und Wahrheit die spannende Vorstellung des Comic Projekts „Am Horizont ein Licht" samt Live Zeichnen des Autors und Zeichners Caspar von Reumont. Wir bekamen Einblicke in das Genre "Comic", in die Problematik einer narrativen Darstellung historischer Gegebenheiten und den künstlerischen Werdegang unseres Gastes als Amateur und Autodidakt. Die technische Seite des Projekts wurde professionell von Till von Reumont geleistet.    

 


widerstand im nationalsozialismus  2  |  21. feb

die weiße rose

Die Historikerin Beatrix Burghoff stellt neue Forschungsergebnisse vor (Referat / Film)

 Zu unserer Reihe  "Widerstand im Nationalsozialismus“ trug die Historikerin Beatrix Burghoff als zweites Beispiel  einen Bildvortrag zur Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ bei:  ein  äußerst erhellender Einblick in neue Forschungsergebnisse, durch welche die Ambivalenz und Mehrschichtigkeit dieser Gruppe aufgezeigt wurden. In diesem Zusammenhang diskutierten wir auch die Reichweite des Begriffs „Widerstand“.
 

quanten und andere rätsel  | 18. feb  | 10 uhr

Geschlossene Gruppe – neue Beitritte auf Anfrage.

Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13


philosophie | 13. feb |  19 uhr

Andreas Steffens

 

In der Philosophierunde mit Andreas Steffens und dem Künstler Frank Hinrichs ging es im Rahmen des bisherigen Diskurses über Welt und Natur („Die zu rettende Welt“) um eine Gegenüberstellung von Naturprozess und künstlerischem Schaffensprozess. Besonders beeindruckend waren die drei exemplarischen Werke zusammen mit den Mitteilungen Franks zu seinem kreativen Prozess. Nach den äußerst lebhaften und wertvollen Gesprächen freuen wir uns auf die Fortsetzung dieses Zugangs.
 

Um Anmeldung wird gebeten. Da die Teilnehmerzahl räumlich begrenzt ist, wird besonders gebeten, zeitig mitzuteilen, wenn eine Teilnahme trotz Anmeldung nicht möglich sein sollte.
Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13
Email: andreassteffens@gmx.net  Tel. 0152 / 09 81 67 31


widerstand im nationalsozialismus  1  |  9. feb

georg elser

Filmabend: Elser – Er hätte die Welt verändert (2015)

Einführung zur Zeitgeschichte, zur Person und zum Film von Hermann Schulz


philosophie  |  21. nov 19 | 12. dez 19 | 23. jan 20

andreas steffens – die zu rettende welt

Nach einem dreißigjährigen künstlichen Koma kehrt die Ökologie angesichts der dramatischen Auswirkungen des Klimawandels ins allgemeine Bewusstsein zurück. Der Ton ist apokalyptisch. Erneut geht die Parole um von der „Rettung der Welt“.
Um was genau aber handelt es sich dabei? Was kann, was muss gemeint sein, wenn von der „Welt“ geredet wird? Welche Welt ist zu retten? Welche muss gerettet werden, und welche kann gerettet werden?

Unter allen tatsächlichen und selbsternannten Experten kommen in der aktuellen Diskussion die ältesten für diese Fragen nicht zu Wort: Philosophen bleiben ungefragt und schweigen. Das ist ebenso erstaunlich wie verständlich. Mit der Verwissenschaftlichung der Philosophie zu einem akademischen Fach verabschiedeten sie sich mit dem Verzicht auf Metaphysik von ihren ältesten Fragestellungen. Seitdem kommt die Welt bei ihnen nicht mehr vor. In drei Sitzungen im kultursalon erörtert der Philosoph Andreas Steffens diese Problematik anhand von Zeugnissen aus der Musik, der Literatur und der Bildenden Kunst. In Wuppertal vor allem als Kunsttheoretiker und –vermittler bekannt, genießt er als Kulturanthropologe wachsendes Renommee. Seit zwei Jahrzehnten widmet er sich einer Philosophie der „Weltaufmerksamkeitt“. In deren Zentrum steht die Idee des „Unverfügbaren“: von Natur aus ist der Mensch für sein Dasein in der Welt am mangelhaftesten ausgerüstet. Die Welt wirkt im Menschen ebenso stark wie er in ihr. Indem wir die natürlichen Bedingungen unseres Lebens erfüllen, können wir nicht anders, als die Welt durch ihre Nutzung zu verändern. Unsere Existenz beruht auf dem Paradox, schonen zu müssen, was wir brauchen müssen. Literatur Andreas Steffens, Rückkehr zur Welt, in: ders., Christine Pries, Wilhelm Schmid, Hg., Nach der Postmoderne, Düsseldorf 1992 Andreas Steffens, Philosophie des 20. Jahrhunderts oder Die Wiederkehr des Menschen, Leipzig 1999 Andreas Steffens, Ontoanthropologie. Vom Unverfügbaren und seinen Spuren, Wuppertal 2011 Andreas Steffens, Die Narbe oder Vom Unerträglichen. Versuch über Unglück, Wien 2017 Andreas Steffens, Landgänge. Mensch und Meer, Wien 2019

Um Anmeldung wird gebeten. Da die Teilnehmerzahl räumlich begrenzt ist, wird besonders gebeten, zeitig mitzuteilen, wenn eine Teilnahme trotz Anmeldung nicht möglich sein sollte.

Email: H_Gerstberger@web.de  Tel. 0178 / 285 78 13
Email: andreassteffens@gmx.net  Tel. 0152 / 09 81 67 31

farewell and welcome –
am handschlag der jahrzehnte
wandern wir durch diese zeiten
alle hand in hand

Liebe Freundinnen und Freunde,

an diesem Jahreswechsel und in diesen Zeiten wünschen wir euch – uns allen – eine gute Verteilung von erhellendem Licht und erquickendem Schatten im persönlichen Leben.

Aber sowohl zuviel Licht als auch Schatten können ja im größeren Zusammenhang auch bedrohlich sein. Wir danken euch für eure Mitwirkung an dem, was unter dem Namen „Kultur“ dazu beitragen will, die Weltläufte besser zu verstehen, zu ertragen und vielleicht sogar im Kleinen ein wenig zu verbessern. In der Hoffnung, dass es in diesem Sinne mit uns allen und dem Kultursalon weitergeht, grüßen wir euch herzlich!

Eure Felicitas und Herbert


2019


stollen + tee + rotwein lese-session 23.12.2019

Gästebeitrag von Monika H. : Beispiele der Kärtchen für alle mit einem Zitat zum Vorlesen: 


theaterabend 10. dez 19

Frank Kafka: Ein Bericht für eine Akademie

Sie sind herzlich eingeladen, einer sehr besonderen Sitzung einer nicht näher bezeichneten Akademie beizuwohnen, irgendwann – sei es im Jahr 1917 oder 2019. Der einzige Tagesordnungspunkt ist der Bericht eines „gewesenen Affen“ über seinen fünfjährigen Lernprozess, der ihm Einlass in die „Menschengemeinschaft“ verschafft hat. Für die Akademie wird dieser Bericht zwar „nichts wesentlich Neues beibringen“ – und auch den hochverehrten Zuschauerinnen und Zuschauern wird die Rede unseres Referenten vielleicht schon wohlbekannt sein. Aber eine Verkörperung des Protagonisten persönlich zu erleben, dazu haben Sie an diesem Abend im No10 kultursalon die Gelegenheit!
Der außerordentlichen Qualität des Textes wäre eigentlich nichts hinzuzufügen und die theatrale Realisierung will vor allem diesem Text dienen. Sie betont nicht nur die changierende Identität der Figur, sondern versetzt auch das Publikum implizit in eine Rolle. Dadurch kann Leichtigkeit  und Genuss an den komischen Aspekten ebenso verstärkt werden wie die Berührung durch die Tragik und die Konfrontation mit Fragen und Fragwürdigkeiten der „zivilisierten Welt“.


eröffnung! 9. und 16. nov

Wenn auch im  „traurigen" Monat November –  es gibt ein freudiges Ereignis:
In der bunten Szene des Tals soll ein neuer Farbtupfer blinken: Wir gründen den No10 kultursalon.

Unter diesem Namen wollen wir unseren bisherigen Aktivitäten in Küche, Haus und Straße einen Namen und ein Format geben, sie fortsetzen und nach Kräften intensivieren und erweitern, frei nach Christian Morgenstern: " … weil sein darf, was sein kann …"

No10 kultursalon • Nornenstraße 10  •  42277 Wuppertal
Wir werden bei Sekt und Selters, Wein und Fingerfood unsere Pläne und Vorschläge für die kommenden Monate vorstellen.


so war die eröffnung – danke!!

Hier ein kurzes Résumé zum Start des No10 kultursalons:

Wir haben uns über die zustimmenden Rückmeldungen auf unsere Einladung von über 50 Menschen sehr gefreut!
Euer aller offenes und engagiertes Mitmachen war der Stoff, aus dem die Abende gelingen konnten und aus dem das ganze Projekt weiterhin gelingen wird.
So haben wir am 9. November nach Beiträgen zu den Daten 9.11.1918 und 9.11.1938 eine lange Gesprächsrunde mit sehr persönlichen Berichten zu den deutsch-deutschen Ereignissen im Jahr 1989 erlebt. Am 16. November gab es zum Thema „Fremdheit“ ein paar Beiträge von Mascha Kaléko und nach dem Anhören unseres Hörspiels „Stimmen zur Stimmung“, in dem durch fiktionale Statements von fiktiven Anwohnern ein realer Konflikt dargestellt wird, ebenso intensive Reflexionen. Das Gespräch stellte die Perspektive der Kinder in den Mittelpunkt und führte zu einer harschen Kritik an der Autogesellschaft.
Dank an alle dafür !

Abschließend ein Überblick von beiden Abenden über die vielfältigen Anregungen, Angebote und Wünsche:

  • Fortsetzung des Quantenseminars (Herbert Gerstberger)
  • Philosophietreff „Zeit zu denken“ (Andreas Steffens)  Fortsetzung am 12.12. und 23.1.2020(Neue Interessenten bitten wir um Anmeldung.) 

  • Rassismus(Cecil Arndt) 

  • Lesung eigener Texte (H+F + Gäste)    
  • Impulsworkshop Heyoka Humorstrategie (Barbara Müller) 

  • Aufführung des „Bericht für eine Akademie“ für Familie Sohns Freundeskreis und andere am 10. 12 2019 um 19 Uhr (H+F)
  • Zeitenspaziergang: physikalische und menschliche Zeit mit theatralen Mitteln gegangen (H+F)
  • Fremdheit - literarisch und theatral erkundet (H+F) 

  • Historischer Vergleich: Der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands ( DDR) und Der Bund, Gesellschaft zur geistigen Erneuerung (Wuppertal, BRD) nach 1946, (Beatrix Burghoff)
  • Verbindung von narrativer und visueller Kunst (Comic) am Beispiel der Jäger- und Sammlergesellschaften (Frederik von Reumont)
  • Comicworkshop (Frederik von Reumont)
  • Geführter Spaziergang durch Wichlinghausen (Siegfried Sohn)
  • Diskussion zu Religion aus humanistischer Sicht (Till von Reumont)
  • Formen des Widerstands unter der Herrschaft des Nationalsozialismus:

     1. Neue Erkenntnisse zur Gruppe „Die Weiße Rose“ (Beatrix Burghoff)
     2. Vorführung des Films über Georg Elser (mit einer Einführung von Hermann Schulz) am 9.1.2020.
    3. Ein Beitrag zu der Gruppe „die Edelweißpiraten“ wäre auch noch denkbar – wer will das machen ?

Überraschend: was „alles sein kann“! Wir arbeiten jetzt an dem, was sein wird. DANKE !

 

Und besonderen Dank noch einmal für Mitwirkung und Unterstützung an:
Uli Klan (Musik und Beiträge rund um das Datum 9.11. ), 
Andreas Steffens (Texte zum Datum und zum Philosophietreff), 
Siegfried Sohn (für das Friedrich-Engels-Band, von ihm selbst produziert in der historischen Bandwirkerei Sohn)
, Till von Reumont von soundsprofessional (tontechnische Produktion und Präsentation unseres Hörspiels „Stimmen zur Stimmung“)
, Beate Sonneborn von sonneborndesign (Gestaltung und Produktion unseres Logos),  
Birgit Pardun von orangsch für die Einrichtung und Gestaltung unserer Homepage: www.no10-kultursalon-wichlinghausen.de

Das gewebte Band zum Engelsjahr, hergestellt von Siegfried Sohn auf dem alten Bandwebstuhl in der Bandweberei Sohn, Nornenstr. 11.


9. nov 2019


16. nov 2019


2014 + 2016

die straße liest

Es haben ihre eigenen Texte  gelesen: Mersiha Ekic-Garbe, Christiane Gibiec, Jürgen Kasten, Karl-Otto Mühl, Dorothea Müller, Hans Werner Otto und Hermann Schulz. Musik gab’s von Christoph Neher und Mickey Neher-Warkocz.

dez 2015

Karl Otto Mühl – im quantenseminar

Danach waren wir, Mann und Frau, im Quantenseminar, so nennen wir es. Fünf Freundinnen und Freunde steigen mit uns die steile Treppe zu einer alten Fabrikhalle empor, die zwei kluge Menschen, Herbert und seine Frau, sich auf bestechende Art als Wohnung eingerichtet haben. Ich liebe solche Wohnungen. Manche schaffen es doch, auszusteigen, denke ich neidisch, während ich die alten Möbel, die Plakate, Bilder und Zeichnungen an den Wänden, den Nippes und eine Art von Staffelei mit weißen Blättern betrachte. Mich tröstet der Gedanke, dass wir auch eine Art von Aussteigern sind – zwei alte Menschen, die in die Malschule gehen und hier ins Quantenseminar.
Die Formel für die Lichtgeschwindigkeit ist schon auf der Staffelei zu lesen: 300.000 Kilometer pro Sekunde. Manche sagen so, manche so, erklärt Professor Herbert zunächst einmal auf unsere Frage. Wir erfahren, was wir längst wissen müssten: Was ein Tisch ist, weiß keiner, aber wir haben uns ein Modell ausgedacht, und mit dem gehen wir um. So machen wir es mit den Strahlen und den Teilchen und mit allem, was wir vorher für feststehend hielten. Wir sind blinde Träumer, die meinen, durch strahlendes Licht zu gehen, denke ich.
Als wir nach zwei Sunden auf die Straße treten, denke ich noch stärker: Was für eine unwirkliche Wirklichkeit ringsumher! Wird sie immer noch so sein, wenn ich weg bin? Die Bäume und Häuser in der steilen Straße beugen sich über mich. Ich glaube,
auch sie sind ratlos. Um mich herum trockener, sonniger Wintertag. Einige stumme Menschen laufen wie ziellos auf der Straße herum, wie Satzzeichen meiner Existenz. Die Anderen bestimmen mein Leben, geben aber keine Orientierung. Bei diesen Worten würden Herbert und vielleicht auch Einstein verstehend lächeln und die Relativitätstheorie vor Augen haben.
Wieder daheim, telefoniere ich mit einem befreundeten Psychologen. Er behauptet, ich und so viele Andere interessierten sich so sehr für die Quanten-Elektronik, weil sie meinen, Gott wäre dann wieder denkbar.